Computer-Überhitzung beheben
Überhitzte Computer verlangsamen die Leistung und können dauerhafte Hardwareschäden verursachen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Überhitzungsprobleme systematisch identifizieren und beheben.
- Temperaturen überwachen. Installieren Sie HWiNFO64 oder Core Temp zur Temperaturüberwachung. Starten Sie das Programm und beobachten Sie die CPU-Temperaturen unter Last. Kritische Werte liegen über 85°C bei Intel-Prozessoren und über 90°C bei AMD-Prozessoren.
- Gehäuse öffnen und Staubablagerungen prüfen. Schalten Sie den Computer aus und trennen Sie das Netzkabel. Entfernen Sie die Seitenwand des Gehäuses. Prüfen Sie Lüfter, Kühlkörper und Lufteinlässe auf Staubablagerungen.
- Lüfter und Kühlkörper reinigen. Verwenden Sie Druckluft aus der Dose, um Staub von Lüfterblättern und Kühlrippen zu entfernen. Halten Sie dabei die Lüfter fest, damit sie nicht zu schnell rotieren. Reinigen Sie auch die Luftfilter des Gehäuses gründlich.
- Wärmeleitpaste erneuern. Entfernen Sie den CPU-Kühler vorsichtig. Säubern Sie alte Wärmeleitpaste mit Isopropanol von CPU und Kühlerboden. Tragen Sie einen reiskorngroßen Tropfen neue Wärmeleitpaste auf die CPU-Oberfläche auf und montieren Sie den Kühler gleichmäßig fest.
- Gehäuselüftung optimieren. Überprüfen Sie die Luftzirkulation im Gehäuse. Frontlüfter sollen Luft ansaugen, Hecklüfter und obere Lüfter sollen warme Luft nach außen blasen. Entfernen Sie Kabelgewirr, das den Luftstrom blockiert.
- Lüfterkurven anpassen. Öffnen Sie das BIOS durch Drücken von F2, F12 oder Entf beim Systemstart. Navigieren Sie zu den Lüftereinstellungen und wählen Sie aggressive Lüfterkurven oder stellen Sie feste Drehzahlen ein. Speichern Sie mit F10.
- Temperaturen nach der Reparatur testen. Starten Sie den Computer und führen Sie erneut einen Stresstest durch. Die Temperaturen sollten um 10-20°C niedriger liegen. Überwachen Sie das System mehrere Tage, um sicherzustellen, dass die Überhitzung dauerhaft behoben ist.