KI-Bildgenerierung: Effektive Prompts erstellen
Präzise Prompts sind der Schlüssel zu hochwertigen KI-generierten Bildern. Die richtige Formulierung bestimmt, ob Sie das gewünschte Ergebnis erhalten oder endlos iterieren müssen.
- Grundstruktur des Prompts festlegen. Beginnen Sie mit einer klaren Beschreibung des Hauptmotivs. Verwenden Sie konkrete Substantive statt vager Begriffe. Schreiben Sie beispielsweise 'rothaarige Frau in weißem Kleid' anstatt 'Person in heller Kleidung'. Platzieren Sie die wichtigsten Elemente am Anfang des Prompts.
- Stil und Technik definieren. Spezifizieren Sie den gewünschten Kunststil durch Begriffe wie 'Fotorealistisch', 'Impressionistisch', 'Digitale Kunst' oder 'Aquarell'. Ergänzen Sie technische Parameter wie 'Hochauflösung', '8K', 'Scharfe Details' oder 'Weiche Beleuchtung'. Diese Begriffe steuern die visuelle Qualität und Ästhetik.
- Beleuchtung und Atmosphäre beschreiben. Definieren Sie die Lichtverhältnisse mit präzisen Begriffen: 'Goldene Stunde', 'Hartes Studiolicht', 'Neblige Atmosphäre' oder 'Dramatische Schatten'. Beschreiben Sie die gewünschte Stimmung durch Adjektive wie 'mystisch', 'fröhlich' oder 'melancholisch'. Diese Elemente beeinflussen die emotionale Wirkung des Bildes erheblich.
- Komposition und Bildaufbau steuern. Geben Sie den Bildausschnitt an: 'Nahaufnahme', 'Ganzaufnahme', 'Vogelperspektive' oder 'Froschperspektive'. Beschreiben Sie die Bildaufteilung mit Begriffen wie 'Zentriert', 'Goldener Schnitt' oder 'Asymmetrisch'. Definieren Sie das Seitenverhältnis durch Zusätze wie '--ar 16:9' bei Midjourney oder entsprechende Einstellungen in anderen Tools.
- Negative Prompts verwenden. Listen Sie unerwünschte Elemente explizit auf, um sie zu vermeiden. Verwenden Sie Begriffe wie 'Keine Hände', 'Keine verschwommenen Details', 'Keine übernatürlichen Proportionen'. Bei Stable Diffusion nutzen Sie das Negative Prompt-Feld, bei anderen Tools ergänzen Sie diese Begriffe mit '--no' oder ähnlichen Parametern.
- Prompt-Parameter optimieren. Justieren Sie die Bildqualität durch Parameter wie Seed-Werte für reproduzierbare Ergebnisse, CFG-Scale für die Prompt-Treue (typisch 7-12) und Sampling-Steps für die Detailgenauigkeit (20-50 Steps). Experimentieren Sie mit verschiedenen Modellen und deren spezifischen Einstellungen. Dokumentieren Sie erfolgreiche Parameterkombinationen.
- Prompts iterativ verbessern. Analysieren Sie die generierten Bilder systematisch und identifizieren Sie Abweichungen vom gewünschten Ergebnis. Passen Sie einzelne Begriffe an, ohne den gesamten Prompt zu ändern. Verstärken Sie unterrepräsentierte Elemente durch Gewichtung oder Wiederholung. Führen Sie A/B-Tests mit leicht variierten Prompts durch.